Josefine Göhmann

Biografie

Die deutsch-chilenische Sopranistin Josefine Göhmann zählt zu den vielseitigen Sopranen ihrer Generation. Ihr künstlerisches Profil verbindet stilistische Vielseitigkeit mit ausgeprägter darstellerischer Präsenz und reicht vom frühen Barock bis zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts.

2026 gab die deutsch-chilenische Sopranistin ihr vielbeachtetes Debüt am Theater an der Wien, wo sie die die Titelpartie von Lady Magensia (M. Weinberg) und Armande (Zweimal Alexander, B. Martinu) übernahm.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung würdigte ihre „darstellerische Präsenz“ und das „sinnliche Timbre ihres perfekt geführten Soprans“.

Internationale Engagements führten sie unter anderem an die Opéra national de Lyon, das Théâtre des Champs-Élysées in Paris, die Opéra Royal de Versailles und die Opéra de Vichy. Zu ihren wichtigen Partien zählen die Titelpartie in L’Incoronazione di Poppea von Monteverdi, Erisbe in Cavallis L’Ormindo, Bellezza in Händels Il trionfo del tempo e del disinganno, Cefisa in Rossinis Ermione sowie Palmoro in Cherubinis L’Idalide. In der Musiktheaterproduktion Toxic Love Songs an der Neuköllner Oper Berlin verkörperte sie Judith in Bartóks Herzog Blaubarts Burg.

Auch als Lied- und Konzertsängerin hat Josefine Göhmann ein eigenständiges künstlerisches Profil entwickelt. Mit dem von ihr konzipierten Projekt réBelles! verbindet sie Lied, bildende Kunst und zeitgenössische Komposition. Das gemeinsam mit dem Pianisten Mario Häring entstandene Debütalbum wurde für den International Classical Music Award und den Opus Klassik nominiert und von France Musique als „Disque Classique du Jour“ ausgezeichnet. Weitere Liedpartnerschaften verbinden sie mit Joseph Middleton, Schaghajegh Nosrati und Stephan Matthias Lademann.

Als Konzertsängerin gastierte sie unter anderem bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, dem Heidelberger Frühling, RheinVokal und in der Berliner Philharmonie. Ihr Konzertrepertoire umfasst Werke von Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms und Mahler ebenso wie Richard Strauss’ Vier letzte Lieder, Bergs Sieben frühe Lieder, Barbers Knoxville: Summer of 1915 und Coplands Twelve Poems of Emily Dickinson.

Ihre Ausbildung erhielt Josefine Göhmann an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, der Accademia del Belcanto „Rodolfo Celletti“ in Martina Franca sowie im Opernstudio Le Studio der Opéra national de Lyon. Seit 2020 wird sie stimmlich von Sherman Lowe begleitet.