Zvi Emanuel-Marial

Biografie

Der in Israel geborene Countertenor Zvi Emanuel-Marial begann seine musikalische Laufbahn als Hornist und musizierte dabei mit zahlreichen Orchestern weltweit und nahm an Kammermusikprojekten und Festivals teil. Zvi Emanuel-Marial war Stipendiat der America-Israel Cultural Foundation und der Bayreuther Festspiele. Die Gesangspädagogin Marianne Fischer-Kupfer motivierte ihn, seine Stimme als Altus ausbilden zu lassen und übernahm dessen Gesangsausbildung.

Sehr schnell folgten erste Engagements und so interpretierte der junge Countertenor den Daniel in Händels Belshazar in der Inszenierung von Harry Kupfer an der Oper Amsterdam und den Oberon in Brittens Ein Sommernachtstraum bei den Bad Hersfelder Sommerfestspielen. Bei den Salzburger Festspielen wirkte er in Henzes Gogo No Eiko unter der Leitung von Gerd Albrecht mit (CD-Aufnahme bei ORFEO erschienen) und in konzertanten Aufführungen dieser Oper in der Berliner Philharmonie und auf dem Herbst Festival in Turin. Es folgten die Titelpartie in der Uraufführung von Phasenraum Oedipus in Berlin und Bern, sowie der Prinz Orlofsky in Die Fledermaus bei den Sommerfestspielen Bad Orb.

Am Nationaltheater Mannheim war er in der Uraufführung von Adriana Hölszkys Oper Böse Geister zu erleben und übernahm dort den Sifare in Mozarts Mitridate, Re di Ponto. Im Herbst 2016 debütierte Zvi Emanuel-Marial in der UA von La Douce an der Staatsoper Berlin und war anschließend am Theater Gießen als Mohr Aron in Titus andronicus zu Gast. Am Staatstheater Darmstadt war er zudem als Orlofsky in Die Fledermaus zu Gast.

Engagements der aktuellen Spielzeit beinhalten den Arsamene in Serse am Staatstheater Nürnberg und an der Oper Bonn sowie Reiman’s L‘Invisible am Staatstheater Braunschweig.

Im Konzertfach ist Zvi Emanuel-Marial ein gefragter Interpret der Alt-Partien in den Bach´schen Passionen und Oratorien von Händel. Er konzertiert regelmäßig mit dem Organisten Matthias Eisenberg.